Weniger ist mehr

warum du in der prämenopause keine neue to-do liste brauchst

Was ist richtig?

Oder besser: Was ist richtig für mich?

Ich weiß, wie verlockend Informationen sind.
Und ich weiß auch, wie überfordernd sie werden können.

Mir geht es selbst oft so:
Ich lese, höre, lerne, probiere aus – und merke irgendwann, dass ich den Überblick verliere. Nicht, weil ich zu wenig weiß. Sondern weil ich zu viel gleichzeitig weiß. Oder weil sich Informationen widersprechen.

Und dann kommt diese leise, aber zähe Frage:
Was davon stimmt denn jetzt?
Und noch viel wichtiger: Was davon stimmt für mich?

Viel Wissen – wenig Orientierung

Ich arbeite mit Frauen in der Prämenopause.
Und trotzdem bin ich nicht immun gegen das, was diese Phase mit sich bringt.

Auch ich habe ausprobiert:

  • Dinge, die sich sofort gut angefühlt haben

  • Dinge, die theoretisch sinnvoll waren – praktisch aber nicht

  • Dinge, von denen alle sagten: „Das MUSS helfen“ … und mein Körper findet: nein!

Das war nicht immer bequem.
Und manchmal auch frustrierend.

Denn wir sind es gewohnt, dass es die eine richtige Lösung gibt.
Gerade im Gesundheitsbereich.

Aber diese Erwartung hält der Realität selten stand.

Jede reagiert anders – wirklich

Was mir immer klarer wird:
Es gibt gute Konzepte. Aber es gibt keine universelle Wahrheit, die für alle Frauen gleich funktioniert.

Was mich reguliert, kann dich stressen.
Was dir Energie gibt, kann mich müde machen.

Was dein Superfood ist, kann ich nicht vertragen.
Und was gestern noch gepasst hat, fühlt sich heute vielleicht falsch an.

Das ist keine Schwäche des Körpers.
Das ist Biologie. Und Leben.

Der Wendepunkt: Entscheidungskompetenz

Irgendwann habe ich gemerkt: Ich brauche nicht noch mehr Input.
Ich brauche Orientierung – und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen.

Nicht aus Angst.
Nicht aus Druck.
Sondern aus einem inneren Ja, das passt für mich heraus.

Heute frage ich mich bei vielen Dingen nicht mehr:
Ist das richtig?

Sondern:

  • Fühlt sich das für mich schlüssig an?

  • Wird mein System ruhiger oder unruhiger?

  • Kann ich das wirklich tragen – oder ist es nur ein weiterer Punkt auf meiner mentalen Liste?

Und ja:
Am Ende höre ich oft auf meinen Bauch (der hat mich wirklich noch nie falsch beraten!).

Nicht, weil ich aufhöre zu denken.
Sondern weil ich gelernt habe, meinem Körper und meiner Intuition wieder zuzuhören.

Weniger Kontrolle, mehr Klarheit

Diese Entscheidungskompetenz ist für mich einer der wichtigsten Schlüssel – gerade in der Prämenopause.

Nicht alles sofort umsetzen zu müssen. Nicht jedem Impuls hinterherzugehen.

Verstehen – ja. Unbedingt.
Denn wir setzen nur das wirklich um, was wir als sinnvoll, logisch und schlüssig verstanden haben.

Der Unterschied liegt nicht im Wissen, sondern in der Auswahl:

  • Das verstehe ich – und das ist gerade relevant für mich.

  • Das verstehe ich – aber das passt (noch) nicht in mein Leben.

  • Und manches darf ich verstehen, ohne es sofort anwenden zu müssen.

Verstehen schafft Sicherheit.
Aus Sicherheit entsteht Entscheidungskompetenz.
Und erst dann wird Umsetzung leicht – statt anstrengend.

Orientierung statt Perfektion

Wenn ich eines gelernt habe – beruflich wie persönlich –, dann das:
Du musst nicht alles richtig machen.
Du darfst lernen, dich richtig einzuschätzen.

Orientierung entsteht nicht durch noch mehr Wissen.
Sondern durch Einordnung, Erfahrung und Vertrauen in den eigenen Körper.

Und manchmal auch durch das ehrliche Eingeständnis:
Ich bin gerade überfordert – und das ist okay.

Von dort aus lassen sich die besten Entscheidungen treffen.
Nicht perfekt.
Aber stimmig. Und für DICH!💛

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